Bisherige Preisträger

2018

Erster Preis: Die Gebets-WhatsApp: Einfach gemeinsam BETEN
Alles fing an bei der Abschlussmesse auf dem Weltjugendtag 2016 in Krakau, als Papst Franziskus den Jugendlichen zurief: „Jesus möchte zu Dir nach Hause kommen. Wie hofft er, dass unter all den Kontakten und Chats des Alltags an erster Stelle der goldene Faden des Gebetes stehe!
In der Begleitung einiger Jugendgruppen aus dem Bistum Augsburg war Pfarrer Daniel Rietzler und Frater Dominikus Hartmann CP die Idee gekommen, den Messenger-Dienst „WhatsApp“ zu nutzen, um junge Menschen auf der Reise ins persönliche Gebet zu begleiten, damit die oft tiefen Glaubenserfahrungen sich im Alltag vertiefen und die persönliche Gottesbeziehung wachsen und reifen kann.

Daraus hat sich ein ganzes Paket rund um das „WhatsApp“-Gebet entwickelt: Die Jugendlichen bekommen anfangs jeden Tag die gleichbleibenden Grundgebete zugeschickt und erhalten zudem einen kurzen Audio-Impuls von einem kompetenten Referenten, einer kompetenten Referentin. Das kann ein Priester sein, das können aber auch Ordenschristen, junge Laien, Väter und Mütter sein.
Einfach beten heißt ohne großen Zeitaufwand mit Gott in Kontakt treten: 15 Minuten täglich, davon 12 Minuten Morgengebet und 3 Minuten Abendgebet mit einem kurzen Tagesrückblick. Der Aspekt der Gemeinsamkeit entsteht dadurch, dass alle zur gleichen Zeit, am Morgen, beten – vor allem das verbindende Gebet des Vaterunser.

Zweiter Preis: Das Soli-Café der Jesus-Freaks in Weimar
Wie kann man heute Glaube, Gemeinde und Gemeinschaft leben? Wie kann man Gottes Liebe in unserer heutigen Gesellschaft in Wort und Tat verantwortungsvoll weitergeben? Und wie zeigt man, dass ein Leben in einer Beziehung zu Jesus das Genialste ist, was es gibt? Das „Soli-Café“ ist ein Weg, mit dem die Jesus Freaks in Weimar diesen Fragen nachgehen und begegnen wollen: mit diesem monatlichen Gottesdienst will das Team um Torsten Hahn – im „bürgerlichen Leben“ Software-Entwickler – sein Umfeld und seine Stadt nachhaltig prägen.

Immer wieder sonntags, einmal im Monat, machen sich die zehn bis 15 jungen Christen im Alter von 19 bis 50 Jahren auf, packen Siebträger-Kaffeemaschine, Mühle, Kaffee und Co. ein und gestalten einen Ort so für diesen besonderen „Gottesdienst“, dass Menschen sich wohl fühlen können. Willkommen ist jede und jeder, egal welcher Konfession, oder auch ohne Konfession. „Unsere Meinung ist, dass die Menschen in Weimar die Hoffnung und Liebe und Annahme brauchen, die Gott uns schenkt“, sagt Torsten Hahn.
Ab 14.00 Uhr beginnen die Vorbereitungen mit einem Vorgebet, ab 15.00 Uhr werden das Kuchenbuffet und die Café-Theke durch ein Gebet, ein Lied oder ähnliches für alle Teilnehmer und Besucherinnen eröffnet. Bis etwa 18 Uhr gibt es ein buntes Treiben, an den Tischen werden Spiele gespielt, Musik (nicht nur zum Lob des Herrn) erschallt aus einer Ecke – sei es live vorgetragen oder durch einen spontanen Singkreis der Besucherinnen und Besucher –, es entstehen Gespräche über Gott und die Welt. Später wird gemeinsam eine Brotzeit vorbereitet, das „Abendmahl“, und wiederum durch ein Gebet eröffnet, wobei alle an einer langen Tafel sitzen und – obwohl viele sich gar nicht kennen – ein wunderbares Gefühl der Einheit entsteht. Weil dieser besondere Gottesdienst meist in der Öffentlichkeit – oft auch draußen – stattfindet, stoßen immer wieder Passanten dazu, die herzlich eingeladen sind. So kann das Soli-Café Kreise ziehen. Ab ca. 20 Uhr wird dann mit allen noch Anwesenden aufgeräumt, bei Bedarf führt das Team noch ein Feedback-Gespräch, zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr ist dann auch nach einem erfüllten Gottesdienst-Tag für die Letzten Feierabend.
„Ein Ort, der voller Liebe ist“, „Eine Atmosphäre, die irgendwie so ganz anders ist, aber schön“, solche Kommentare bestätigen den Jesus Freaks, dass sie mit ihrem Soli-Café auf dem richtigen Weg sind.

Dritter Preis: Ein "Pastor to go"
Man kann ihn mieten, bis zu 90 Minuten, kostenlos! Nein, keinen Staubsauger, keinen Rasenmäher – einen echten evangelischen Pastor. Pastor Steffen Paar kommt und hilft, wo er gebraucht wird – unabhängig von Religion und Konfession, etwa beim Rasenmähen, beim Einkaufen, am Krankenbett, bei der Kinderbetreuung. Einzige Bedingung: eine gemeinsame Arbeit oder Tätigkeit und ein Gespräch über Gott und die Welt. Als Erinnerung an den Einsatz bringt Pastor Paar eine Luther-Playmobilfigur mit.
Entstanden ist sein Projekt aus zwei Gründen heraus:
Zum einen wird Paar als Pastor meist nur als Dienstleister bei Kasualien wahrgenommen, weniger als Seelsorger. Er weiß nur wenig über die Lebenswelten der Menschen in seiner Gemeinde und über das, was sie bewegt. Zum anderen hat das Reformationsjubiläum ihn inspiriert, auf den Spuren, die Martin Luther hinterlassen hat, eine Kirche bei den Menschen zu sein, zu allen Menschen hinzugehen, ihre Sprache zu sprechen und mutig neue Wege zu gehen.
Ziel des Projektes "Pastor to go" ist es, Menschen neugierig zu machen, vielleicht sogar zu provozieren, den Pastor einzuladen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Der Kirchenmann soll den Menschen und die Menschen dem Kirchenmann näherkommen. „Aus meiner Erfahrung bietet die gemeinsame Arbeit einen guten Einstieg in ein krampfloses Kennenlernen“, sagt Paar. Neben der Bewegung hin zur Kirche ist es Paar wichtig, die Bewegung der sichtbaren Kirche zu den Menschen hin im Bewusstsein zu stärken.
Ein wichtiges „Nebenprodukt“ des Projektes ist die Erweiterung und Vertiefung eines Beziehungsgeflechtes als Grundlage zur Verkündigung. Und zu einer guten Gemeindearbeit und kirchlichen Gemeinschaft.
Bisherige Bilanz: 40 Einsätze, so manches Gesicht, das nach einer Aktion gelegentlich im Gottesdienst zu sehen ist  – und tatsächlich sogar zwei Kirchen-Wiedereintritte.

2017

Erster Preis: Die Bibelerzählerin Simone Merkel
„Ich wusste gar nicht, wie lebendig diese alten Geschichten sind“, diese Reaktion bekommt Simone Merkel in letzter Zeit immer wieder zu hören, wenn sie ihrer neuen Profession nachgeht: biblische Geschichten frei nachzuerzählen, sie aus ihren historischen Kontexten herauszulösen und so ins Heute zu übertragen, dass sie mit ihrer frohen Botschaft den Menschen vertraut werden.
Die evangelische Gemeinde- und Religionspädagogin ist derzeit tätig als Fachberaterin und Fachbegleiterin der kirchlich-gemeindlichen Arbeit mit Kindern in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und Studienleiterin im Amt für kirchliche Dienste mit Sitz in Berlin. Und seit 2016 ist sie nun auch ausgebildete Bibelerzählerin.
An insgesamt zehn Abenden im Sommer 2017 bietet die Bibelerzählerin in offenen Veranstaltungen ihre Erzählabende an. In Kombination mit Musik und Elementen offener Veranstaltungsformate – wie beispielsweise Gesprächs- und kulinarische Angebote – erzählt Merkel biblische Geschichten frei nach und erreicht damit kirchennahe und kirchendistanzierte Menschen gleichermaßen. Die Abende richten sich insbesondere an erwachsene Zuhörerinnen und Zuhörer. Veranstaltungsorte sind ausgewählte Kultur- und Museumsorte sowie Kulturkirchen im ländlichen Raum des Landes Brandenburg.
„Freies Erzählen ist die älteste und ursprünglichste Form der Überlieferung“, sagt die Bibelerzählerin. „Freies Erzählen ist unmittelbar, es ist persönlich, authentisch und intensiv. Das freie Erzählen biblischer Geschichten setzt die individuelle religiöse Auseinandersetzung voraus und lädt die Zuhörenden selbst dazu ein. Durch Erzählungen vergegenwärtigen sich die Menschen des eigenen Lebens. Sie verarbeiten die Geschichte der Generationen. Mit Erzählungen suchen Menschen nach dem Heiligen und erahnen die Unverfügbarkeit des Allmächtigen. Mit Erzählungen teilen Menschen Erfahrungen. Freies Erzählen belehrt nicht und moralisiert nicht. In dieser Offenheit bleiben Erzählungen ein Angebot für die Zuhörenden.“

Informationen zur Ausbildung Bibelerzählen

Zweiter Preis: Das Worship Café in Witten
Ein 120-minütiger Gottesdienst mit 120 Besuchern und das mitten in der Woche? Das gibt es! Das ist das monatliche Worship Café (creative-kirche.de/gemeinde/gottesdienste/worship-cafe) der Gemeinde Creative Kirche in Witten. Entstanden ist die Creative Kirche aus einem Jugendchorprojekt des Evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Ihr Auftrag ist es, die gute Nachricht von der Liebe Gottes durch Musik so weiterzugeben, dass Menschen sie als Hilfe im Alltag und Hoffnung für ihr Leben verstehen können. Das Besondere ist: Jeder kann kommen, ob evangelisch, katholisch, als Atheist, getauft oder ungetauft, zweifelnd, sprachlos, glaubend.
„Glauben singen. Glauben leben.“ ist das Motto der Cretaiven Kirche und besonders des Worship Cafés, dementsprechend steht die Musik der christlichen Life-Bands im Mittelpunkt: Profi-Musiker versetzen ihren Glauben in Schwingungen. Die Musik soll nicht einfach nur als Konzert konsumiert werden, sondern Sprachhilfe für die eigene Anbetung sein. Unterbrochen wird das Konzert nach etwa einer Stunde durch einen 15-minütigen geistlichen Impuls von Pfarrer Daniel Hobe, nach zwei weiteren Liedern geht das Worship Café in die Pause, in der die Musiker und Pfarrer Daniel Hobe als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Während des gesamten Gottesdienstes steht ein Catering zur Verfügung. Kommen und Gehen ist jederzeit möglich. Nach der Pause wird zwischen den musikalischen Beiträgen zu Veranstaltungen wie Glaubenskursen, Gottesdiensten usw. eingeladen, das Worship Café endet mit dem Segen durch Pfarrer Daniel Hobe.
Viele Besucherinnen und Besucher aus verschiedenen Gemeinden und Konfessionen nutzen das Worship Café für ihren eigenen Kontakt zu Gott und um kirchendistanzierte Freunde und Bekannte mitzubringen. Fast immer sind bis zu 15 Prozent der Besucherinnen und Besucher das erste Mal beim Worship Café. Manche nehmen bis zu 60 km Fahrt auf sich, um dabei zu sein. Da der Eintritt frei ist, wird am Ausgang eine Kollekte in einem Gitarrenkoffer gesammelt. Getreu nach dem Motto: Gib, was es dir Wert ist und was du erübrigen kannst!

Dritter Preis: Die Wohnwoche mit Jugendlichen im Turm
Wie können Jugendliche zur Selbstständigkeit geführt werden, in Achtung und Respekt zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen und gleichzeitig ihre persönliche Beziehung zu Gott entwickeln, sich darüber austauschen und sich als Teil der Kirchengemeinde erleben? Heikle Fragen, die sich jede Kirchengemeinde gleich welcher Konfession immer wieder stellt, denn Jugendliche, die im Begriff sind, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln, lassen sich nur ungern in das vermeintlich starre Gefüge einer Wertegemeinschaft fügen. Gleichzeitig ist das Jugendalter aber die Zeit, in der Menschen besonders sensibel sind für all die großen und kleinen Sinnfragen des Lebens.
Die „Wohnwoche mit Jugendlichen im Turm“ der evangelischen Apostelkirche in Bocholt, ein Projekt der evangelikalen Jugendbewegung „Entschieden Für Christus“ (EC), hat Wege gefunden, diese Themen aufzugreifen:
Hier leben die Jugendlichen – Konfirmandinnen und Konfirmanden, aber auch andere Jugendliche im Einzugsbereich der Gemeinde – eine Woche lang, von Sonntag bis Sonntag, zusammen, fern vom Elternhaus, und müssen sich selbst organisieren: Schultasche packen, Brote machen, zum Bus gehen, kochen, spülen, waschen und dabei auch Verantwortung für die Gemeinschaft tragen. Sie nabeln sich ein Stückchen weiter ab, während ihre Eltern lernen, ihre Kinder ein Stückchen mehr loszulassen. Das Abendprogramm mit Andacht und Gesprächen über Gott und die kirchlichen Aktionen vertiefen den Glauben und die Fähigkeit, darüber zu reden, denn die Jugendlichen erhalten tägliche „Hausaufgaben“, die sie in ihrem jeweiligen Alltag erfüllen müssen: „Sprich mit einem Mitschüler über Gott!“ oder „Siehe die Welt heute mit Gottes Augen!“ zum Beispiel. Freunde und Klassenkameraden erfahren von den „Turmbewohnern“, werden neugierig und kommen so evtl. auch dazu. Außerdem erleben die Jugendlichen das Gemeindeleben unter der Woche und die Gemeinde erlebt die Jugendlichen.

2016

Erster Preis: Das Projekt „ANDERNORTS: Bibel trifft Kunst“, das in Magdeburg Bibel, Kunst und Menschen in einen spannenden Trialog bringt„Andernorts: Nicht immer am selben Platz. Auf demselben Standpunkt. Demselben Stuhl. Derselben Bank. Nicht immer neben demselben Nachbarn. Derselben Hautfarbe. Derselben Religion. Andernorts: Gott ist größer als Kirchen, Kapellen, Synagogen, Moscheen. Gott ist weitsichtiger und hellhöriger. Er stellt die Füße der Menschen auf weiten Raum. Gott lässt sich nicht festhalten, festschreiben, einmauern, vereinnahmen. Er ist dort, wo man ihn einlässt. Andernorts: Bibel trifft Kunst. Begegnung ist angesagt. Der christliche Gott ist ein geselliger Gott. Er sucht Gespräche. Er schafft Gespräche. Er ist das Wort, das am Anfang war und am Ende wartet. Gott ist kreativ. Eine Begegnung mit der Kunst bietet sich an. Alle sind eingeladen.“ – Das ist – kurz zusammengefasst – die Intension des Projektes. Und mit diesem Eröffnungstext, einer Bibel im Gepäck, einem schlichten Holzkreuz und einer motivierten Gruppe von Künstlern und Musikern, sind die beiden vier Mal im Jahr unterwegs zu Kunstwerken in und um Magdeburg.Ob im Technikmuseum, im mdr-Funkhaus, in einem ehemaligen Stasigefängnis, in Kulturzentren, im Rathaus, in einer Sparkasse oder auf öffentlichen Plätzen: Überall kamen Kunst und biblische Texte in ein spannendes Gespräch. Menschen konnten „ANDERNORTS“ als Ort für sich – und vielleicht auch mit Gott entdecken. „Menschen werden durch ANDERNORTS nicht gleich zu Christen, aber sie öffnen sich“, sagt Gabriele Herbst. Dass das in einer Stadt wie Magdeburg, in der nur noch etwa 12 Prozent der Einwohner Kirchenmitglieder sind, möglich ist, ist für sie „ein Wunder, das man nicht machen kann“.

Zweiter Preis: „Werkstatt Bibel mobil“, eine Wanderausstellung mit sieben Stationen, die kreative und vielfältige Zugänge zur Bibel anbietetDer zweite Preis in Höhe von 3.000,– € geht an die Wanderausstellung „Werkstatt Bibel mobil“. Wenn die Menschen nicht zur Ausstellung kommen (können), kommt die Ausstellung eben zu den Menschen. So dachten sich die beiden Initiatoren des Projektes, der evangelische Pfarrer Stephan Zeipelt und der Religionspädagoge Sven Körber, und packten kurzerhand die Materialien der Dauerausstellung „Vom Papyrus zur App“ vom Amt für missionarische Dienste (AmD) der Evangelischen Kirche von Westfalen in Zusammenarbeit mit der von Cansteinschen Bibelanstalt in Westfalen e.V. in einen kompakten Anhänger. Seither geht die Ausstellung auf Reisen zu interessierten Gemeinden oder Schulen. Vor Ort können die Bereiche der Ausstellung je nach den individuellen Möglichkeiten angereichert und auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt werden. An insgesamt sieben Stationen können eigene Entdeckungen zu Inhalt und Geschichte der Heiligen Schrift gemacht werden. Zum Beispiel vermittelt die „Werkstatt Bibel mobil“ Basiswissen, zeigt kreativ die Überlieferungsgeschichte der Bibel und lädt ein, in aktuellen Bibelausgaben für jede Altersgruppe zu stöbern.

2015

Erster Preis: Mit ihrem Projekt Glauben2017 will die evangelische Landeskirche Baden den Glauben neu zur Sprache bringen. Im Vorfeld des Reformationsjubiläums ist es an der Zeit, ganz offen über den Glauben zu sprechen. Dazu nutzt es - wie Luther - selbstverständlich viele Kommunikationswege: eine Internetplattform, eine Facebook-Seite und den Twitter-Account zum Projekt.

Die Methode nimmt am Katechismus Maß: Auf Fragen werden knappe und möglichst präzise Antworten versucht. Ob Kirchen-Insider oder Randsiedler: Menschen aller Altersgruppen, Prägung und Herkunft können Fragen stellen, persönliche Antworten versuchen, auch mit ihren Zweifeln dazu beitragen, den Glauben in die heutige Zeit zu übersetzen. Veranstaltungen in Kirchenbezirken und Gemeinden der badischen Landeskirche laden begleitend zum realen Gespräch ein.

Zweiter Preis: "Kirchen medial erschließen" - das Projekt der Nordkirche nimmt Kirchen als Lebensräume mit ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in den Blick. Doch was erzählen die Motive, Symbole, die biblischen Figuren? Eine App, die meist touristischen Kirchenbesucherinnen und -besuchern die Räume erschließt, wird flankiert durch persönliche Begegnungen. 

Geschichten der Kirchen erschließen sich neu, wenn man sie in persönlichen Begegnungen präsentiert. Ein Küster erklärt die Einrichtung, eine Großmutter erzählt von ihren Lebensstationen in der Kirche, von ihrer Konfirmation und Hochzeit, von der eigenen Taufe und derjenigen des Enkels. Ein Künstler erklärt die Gestaltung des Kreuzwegs. Zur Nachlese und Vertiefung dienen gedruckte und digitale Medien.

Dritter Preis: ansprechBar bietet Raum und Zeit für Menschen, die einen Gesprächspartner suchen, unabhängig von Konfession und Religionszugehörigkeit. Hans-Georg Schornstein, Pfarrer im Bistum Aachen und Supervisor, steht für Gespräche in Sinn- und Glaubensfragen sowie zur Lebensgestaltung zur Verfügung und bietet Seelsorgegespräche an, als Einzel-, Gruppengespräch oder bei offenen Gesprächsabenden. 

Jeden Dienstag jeweils von 12 bis 15 Uhr besteht in einem Café in der Innenstadt (Café Extrablatt) ein offenes Gesprächangebot. Schon während der Heiligtumsfahrt in Aachen 2014, die das Startsignal zu diesem Angebot gab, wurde es rege genutzt. Das Projekt ist eng mit der Glaubensorientierung im Bistum Aachen verknüpft.

2014

Erster Preis: Die Evangelische Schülerarbeit (BK) Berlin errichtet eine Weidenkirche, eine organisch wachsende, grüne und lebendige Kirche, die im Rhythmus der Jahreszeiten lebt und sich verändert, als Ort der Spiritualität und Begegnung. 

Die Unterstützung, die den Schülerinnen und Schüler durch ehrenamtlich mitarbeitende Erwachsene angeboten wird, macht die Errichtung zu einem generationenübergreifenden Projekt. Die Evangelische Jugend Bayern teilt die Erfahrung zur Startphase und weiteren Nutzung, die das Vorbild in Süddeutschland bereits realisiert. Der Rundbau auf der "Bäkewiese", dem Kinder- und Jugendzeltplatz nahe dem ehemaligen Grenzstreifen am Teltowkanal, wird kirchlichen Veranstaltungen Raum bieten, z.B. bei Taufen, Trauungen, Festgottesdiensten, zu Lutherjahr und Kirchentag 2017 ...

Die Weidenkirche Berlin ist auch auf Facebook.

Zweiter Preis: Die Katholische Kirche Nord-Neukölln geht "Up to the Streets" und versucht mit ihren Musikprojekten, Gott ins Gespräch zu "singen", ja, am liebsten die Menschen in authentischer Weise mit Gottes Liebe in Berührung zu bringen. Künstlerischer Anspruch: Spaß an Musik. Die Musikauswahl "über Gott und die Welt" ist ein Mix aus rhythmisch ansprechenden sowie textlich zur Zeit im Kirchenjahr passenden Liedern.

Junge Erwachsene und Jugendliche sind eingeladen, mit Instrumenten die Straße und die U-Bahn spontan zu ihrer Bühne zu machen. Am Heiligabend verteilt eine kleine Gruppe in der U-Bahn (U8) eine selbstgebastelte Schachtel mit dem Bild der Krippe und der Botschaft: "Du bist ein Geschenk des Himmels."

"Mission possible ... das Leben lieben": Unter diesem Leitwort fahren Jugendliche und junge Erwachsene im Sommer in Kleinbussen an die Ostsee, spielen in Bandworkshops ein Set und ziehen damit entlang der Ostsee.

Up to the Streets ist auf Facebook.

Dritter Preis: Für "religiös unmusikalische Menschen" wird die Schwelle zur Berührung mit der biblischen Botschaft niedrig gelegt: Das Seelsorgeamt des Bistums Görlitz hat den Mut zu neuen Verkündigungsformen. Zur Weihnachtszeit bringt eine große "Dialogkrippe" die Menschen ins Gespräch mit der Menschwerdung Gottes. Die Dialogkrippe wartet nicht auf Besuch, sondern holt die Menschen ab, wo sie sind: auf dem Schlesischen Christkindelmarkt in der wunderschönen Altstadtkulisse, am Heiligen Abend dann gleich auf dem Bahnhof Görlitz. 

Der Titel der Krippe heißt: "Betlehem und die Menschen auf der Flucht in alle Welt." Von Dag Hammarskjöld stammt das Zitat: "Leben in Gott ist nicht Flucht aus dem Leben, sondern der Weg zur vollen Einsicht." Der frühere UNO-Generalsekretär (1905-1961) steht als zusätzliche Figur mit an der Krippe. Ein weiteres seiner Worte steht für die ganze Idee: "Das Leben hat nur Wert durch seinen Inhalt für andere. Mein Leben ohne Wert ist für andere schlimmer als der Tod ... Wie unbegreiflich groß, was mir geschenkt wurde."

2013

Erster Preis: KONFISPIRIT ist eine Initiative des Kirchenkreises München und Oberbayern der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Bayern in Zusammenarbeit mit Inland Records

Während der Konfirmandenzeit wird mit den Jugendlichen an verschiedenen Glaubensthemen gearbeitet, etwa: Wer ist Gott für mich? Die Konfirmandinnen und Konfirmanden entwickeln eigene Antworten, die sie unter Tonstudiobedingungen aufnehmen. Die Texte werden mit Musik untermalt. So entsteht eine CD, die in limitierter Auflage nur für diesen Jahrgang produziert wird. 

Zweiter Preis: Die Katholische Pfarrei "Mariä Unbefleckte Empfängnis" im Erzgebirge ist mit ca. 580 qm die flächenmäßig größte innerhalb des Bistums Dresden-Meißen. Gemessen an den Kirchenmitgliedern ist sie jedoch die kleinste: Es wohnen nur tausend Christen im gesamten Pfarrgebiet, darunter wenige Kinder und Jugendliche. Ein regulärer Religionsunterricht ist für sie nicht zu gewährleisten. 

Kinder- und Jugendsamstage in der Pfarrei gelten als Angebot des Religionsunterrichts wie auch als offene Einladung an alle, als Kinder- und Jugendgruppe zusammenzufinden.

Coaching: Im lokalen Portal leimenblog.de finden die Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes Leimen die Geistlichen Worte des Pfarrers. Damit knüpft Pfarrer Arul Lourdu bewusst an lokaler Online-Kommunikation an.

Das Team von Frischfischen prüfte, wie gut die Beiträge erreichbar sind, und entwickelte gangbare Wege und Konzepte zur Optimierung der Auffindbarkeit und Einbettung in die Seite. Der Schauspieler Luca Zamperoni vermittelte Pfarrer Lourdu und seinem Kameramann in mehreren Coachingeinheiten wertvolle Impulse zu besserer Dramaturgie, Kamerapräsenz und -führung.

2012

Unter dem Titel "time 2 celebrate" erarbeiten Studentinnen und Studenten Filmclips zu christlichen wie nicht-christlichen Festen und Bräuchen. Sie setzen sich auf diesem Weg mit Bedeutung und Sinn dieser Feste und Bräuche auseinander. Die Clips sind auf der Website zu sehen, werden auf einem YouTube-Channel und via Facebook zugänglich gemacht.

Das Projekt der KSG (Katholischen Studentengemeinde) Jülich und des Mentorates im Bistum Essen entstand aus Impulsen des Projekts CrossingOver zur Förderung des Dialogs über Katholische Kirche und Gemeindeleben in den USA und Deutschland.

"Die Themen und Aussagen der Filme sollen auf einer für junge Erwachsene ansprechenden Art und Weise erklärt und umgesetzt werden", so die Projektleiter, Alexander Peters und Peter Havers. "So soll Zeugnis für einen gewinnenden und vernünftigen Glauben gegeben werden."